PriceLabs Guide
Die Pricing-Engine im Hospitality-Stack · ← Alle Ratgeber
PriceLabs ist eines der führenden Dynamic-Pricing-Tools weltweit. Es wertet Marktdaten, Belegungstrends und Events aus und berechnet für jede Nacht einen optimalen Preis.
Wie PriceLabs ins System passt
| PriceLabs | optimiert die Preise (Dynamic Pricing) |
| PMS (Guesty, Hostaway, Smoobu) | verwaltet Buchungen & Kalender |
| CENTCOM | automatisiert den operativen Betrieb |
Wichtig: CENTCOM ist kein Pricing-Tool und ersetzt PriceLabs nicht – es übernimmt die berechneten Preise automatisch und verbindet sie mit Kommunikation, Housekeeping und Reporting.
Lohnt sich PriceLabs?
Für professionelle Vermieter fast immer. Im Rahmen von RM Revenue richten wir PriceLabs ein und steuern es – mehr Grundlagen unter Dynamic Pricing erklärt.
Die wichtigsten PriceLabs-Einstellungen für den Start
Nach der Anbindung ans PMS liefert PriceLabs sofort Preisvorschläge – wirklich gut werden sie aber erst durch die Konfiguration. Aus dem Betrieb von 45 Einheiten haben sich vier Stellschrauben als entscheidend für den Start erwiesen:
| Base Price | Der Referenzpreis, von dem alle Auf- und Abschläge ausgehen. Er sollte den realistischen Durchschnittspreis Ihres Objekts abbilden, nicht den Wunschpreis für die beste Sommerwoche. Ein zu hoher Base Price verschiebt jede weitere Regel ins Unrealistische. |
| Minimum Price | Die absolute Untergrenze pro Nacht. Kalkulieren Sie sie aus den tatsächlichen Kosten pro Aufenthalt – Reinigung, Wäsche, Verbrauch, Plattformgebühren – statt aus dem Bauchgefühl. Unterhalb dieser Grenze verkauft das Tool nie, oberhalb darf es arbeiten. |
| Saisonprofile | Custom Seasons legen fest, wie stark Hauptsaison, Nebensaison und Feiertage vom Base Price abweichen. Ohne eigenes Profil preist PriceLabs allein nach Marktdaten, und die glätten in kleineren Märkten lokale Muster wie Messen oder Ferienwochen spürbar. |
| Last-Minute & Orphan Gaps | Regeln für kurzfristige Abschläge und für Lücken von ein bis zwei Nächten zwischen zwei Buchungen. Hier entsteht Umsatz, den ein starrer Kalender liegen lässt: Moderate Abschläge und gelockerte Mindestaufenthalte füllen diese Nächte deutlich besser als ein unveränderter Preis. |
Prüfen Sie die Vorschläge in den ersten Wochen regelmäßig gegen Ihr eigenes Marktgefühl. PriceLabs rechnet mit Daten – ob das Ergebnis zum Objekt passt, zeigt sich erst im Betrieb.
Typische Fehler bei der PriceLabs-Konfiguration
Bei Objekten, die wir in die Betreuung übernehmen, ist PriceLabs oft schon angebunden, und trotzdem bleibt Umsatz liegen. Drei Fehler sehen wir immer wieder:
- Min-Preis zu hoch angesetzt. Wer die Untergrenze als Wohlfühlpreis versteht („darunter vermiete ich nicht“), blockiert genau die Nächte, die das Tool füllen soll. Der Kalender zeigt dann über Wochen denselben Wert, und Dynamic Pricing findet faktisch nicht statt. Die Untergrenze gehört an die Kostenschwelle, nicht an die Wunschmarge.
- Aufschläge und Plattformrabatte nicht zusammen gedacht. Wochenendaufschlag in PriceLabs, dazu Genius-, Mobile- oder Wochenrabatt auf Booking.com – am Ende sieht der Gast einen ganz anderen Preis, als im Tool steht. Rechnen Sie die Kette einmal vollständig durch, vom PriceLabs-Preis bis zum angezeigten Endpreis je Plattform, und entscheiden Sie bewusst, an welcher Stelle Rabatte entstehen dürfen.
- Sonderregeln, die sich überlagern. Date Overrides, Event-Aufschläge und Last-Minute-Regeln können auf dieselbe Nacht wirken. Wer viele Einzelregeln stapelt, kann irgendwann selbst nicht mehr erklären, warum eine Nacht so bepreist ist, wie sie ist. Wenige, dokumentierte Regeln schlagen ein Geflecht aus Ausnahmen – auch weil sich Fehler so überhaupt erst finden lassen.
PriceLabs mit Verwaltung kombinieren
PriceLabs ist ein Werkzeug, keine Strategie. Das Tool berechnet Preise – ob Base Price, Saisonprofile und Regeln zum Objekt passen, muss jemand laufend prüfen und nachjustieren. Genau das ist der Kern von RM Revenue: Wir richten PriceLabs ein, kontrollieren die Ergebnisse gegen den Markt und passen die Konfiguration an, wenn sich Nachfrage oder Wettbewerb verändern. Die Grundlagen dahinter erklären die Beiträge Revenue Management für Ferienwohnungen und Dynamic Pricing erklärt.
In unserem eigenen Portfolio in Süddeutschland (aufgebaut seit 2022, 45 Objekte) lag die durchschnittliche RevPAR-Steigerung durch aktive Preissteuerung im Sechsmonatsvergleich Ende 2024/Ende 2025 bei +23,5 %. Als reines Rechenbeispiel, keine Ertragszusage: Bei 30.000 € Jahres-Nettoumsatz entsprächen +23,5 % rund 7.050 € zusätzlich (30.000 € × 0,235). Ob und in welchem Umfang das bei Ihrem Objekt realistisch ist, hängt von Lage, Ausstattung und Ausgangskonfiguration ab. Eine ehrliche Einschätzung dazu erhalten Sie mit der kostenlosen Potenzialanalyse innerhalb von 48 Stunden.
Häufige Fragen
PriceLabs rechnet pro Einheit und Monat ab. Im Rahmen unseres Revenue Monitorings (ab 79 €/Monat) ist die Einrichtung und Steuerung enthalten.
Nein. CENTCOM macht kein Pricing. PriceLabs optimiert die Preise, CENTCOM automatisiert den Betrieb – beide arbeiten zusammen.
PriceLabs richtig einsetzen lassen
Kostenlos, unverbindlich und in 48 Stunden – wir zeigen Ihnen das Potenzial Ihres Objekts.